Letzte Vorbereitungen

Zuerst sprach ich mit unserer Kapitänin und dann nach und nach mit dem Rest der Mannschaft.

Die Mädels wurden Zweiter und als es zur Siegehrung ging schickten sie mich um den Pokal abzuholen.

Meine Mädels versuchten mir dadurch zu signalisieren, dass ich trotzdem zu ihnen gehörte und dass ich ihnen wichtig war.

Dafür bin ich ihnen noch heute dankbar. Als ich dann nach Hause kam fühlte ich mich allerdings vollkommen erledigt.

 

Am nächsten Tag kontrollierte ich noch mal mein Gepäck und es gab auch noch ein Gespräch mit meinen Eltern, wo wir besprachen, dass mein Vater meine Mädchenmannschaft trainieren würde und dass auch er meiner Verwandtschaft von allem erzählen würde, ausgenommen meiner Schwester und meiner Großeltern, denen sollte ich noch anrufen.

Als ich diese beiden Telefonate hinter mich gebracht hatte, hätte ich mich am liebsten wieder ins Bett verkrochen, doch ich blieb stark.

Gegen Nachmittag schaute ich dann noch bei meiner zweiten Mama vorbei, aß gemeinsam mit ihr und ihrem Mann eine Pizza und sprach mich dort auch noch mal aus.

Denn nach und nach zweifelte ich wieder an meiner Entscheidung. Was war wenn die Klinik nichts bringen würde? Wer würde sich hier um alles kümmern?

Doch meine zweite Mama ließ mir keine Wahl, ich musste in die Klinik und heute bin ich ihr sehr dankbar, dass sie da kein Pardon kannte.

Als ich mich dann von ihr verabschiedete versprach sie mir, mich auch weiterhin nach Kräften zu unterstützen und ich fuhr nach Hause mit ein wenig Hoffnung in mir.

Vielleicht würde ja doch alles gut werden.

Als ich zuhause war brachte ich meine Koffer nach unten und dann brachte ich meine Nichte ins Bett.

Das war für mich sehr schwer, da die Kleine sehr weinte und auch unglaublich traurig war. Es tat mir in der Seele weh, ihr so weh zu tun, aber mir war auch bewusst, dass sie mich so vielleicht nur für ein paar Wochen verlieren würde, andersrum hätte sie mich vielleicht bald gar nicht mehr.

Dennoch war es unglaublich schwierig für mich und als sie dann endlich schlief

verabschiedete mich dann ins Bett, wo ich mich mit den allabendlichen Grübeleien rumschlagen musste.

17.8.12 09:38

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dine (17.8.12 20:30)


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